Crowdfunding und Startups: Ist Österreich bereit dafür?

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Crowdfunding Österreich

Crowdfunding entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für Startups und neue Projekte. Während diese Art des „Geldbettelns“ im Angloamerikanischen Raum bereits recht etabliert ist, tut man sich hierzulande noch ein wenig schwer damit. Doch dies könnte sich bald ändern.

Unter Crowdfunding im eigentlichen Sinne versteht man, vereinfacht ausgedrückt, ein öffentliches Einsammeln von Geldern für ein bestimmtes Projekt oder die Gründung eines Startups. Anders als beim Crowd-Investing handelt sich dabei allerdings eher um mildtätige Spenden. Häufig werden allerdings beide Varianten als Crowdfunding bezeichnet. Beide Modelle sind jedoch eine moderne, sehr effektive Form der Finanzierung – ganz im Sinne des digitalen Zeitalters:

  • Jeder Interessent gibt, was er geben möchte.
  • Die Gelder werden beim Crowd-Funding verschenkt (im Sinne einer Spende), beim Crowd-Investing dagegen zu festgelegten Bedingungen (in der Regel Zinsen) geliehen im Sinne eines Kleinstdarlehens oder eines Minidarlehens.
  • Viele Kleckerbeträge ergeben in der Summe den benötigten Betrag.
  • Die Koordination (Projektvorstellung, Informationen über den aktuellen Crowdfunding-Status) erfolgt über spezialisierte Internet-Plattformen. Die wohl bekannteste ist die amerikanische Plattform Kickstarter. Durch die Presse ging diese Plattform durch das Todesstern-Projekt:
    Für den Bau eines Star Wars-Todessterns sollten 20 Milionen Britische Pfund eingesammelt werden. Für den Bau wären etwa 850 Biliarden US-Dollar erforderlich. Im Jahr 2012 wurden über diese Plattform knapp 320 Millionen US-Dollar für die unterschiedlichen Projekte eingesammelt.

Dieses alternative Finanzierungsmodell hat Vorteile für beide Seiten:

  • Startup-Unternehmer oder Menschen mit kreativen Ideen erhalten meist keine Darlehen von Banken. Mit Hilfe von Crowdfunding können sie ihre Projekte endlich verwirklichen.
  • Die Mindestfinanzierungsziele sind häufig bereits nach wenigen Tagen (!) erreicht, und ab dann stehen die Gelder auch zur Verfügung – so schnell und unbürokratisch arbeitet keine Bank.
  • Die Investoren können nach ihren Maßstäben und ihrem Ermessen freie Gelder investieren und so am Ende vielleicht eine Rendite einstreichen. Im Vordergrund steht beim eigenlichen Crowdfunding allerdings eher der moralische Aspekt, also das Unterstützen einer Idee. Allenfalls können auch Waren als Rückvergütung fließen. Anders dagegen das Crowd-Investing, wo als Rendite Erfolgsanteile, Anleihen oder Ähnliches winken.

Die bisherigen Erfahrungen mit dieser Finanzierungsart sind recht positiv, und auch in Österreich boomt das Crowfunding.

  • Plattformen wie das deutsche Startnext listet auch etliche österreichische Projekte, die Investoren suchen.
  • Auch entsprechende österreichische Crowdfunding-Plattformen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, etwa 1000×1000 oder Conda.
  • Die Junge Wirtschaft hat das market-Institut mit einer Crowdfunding-Studie beauftragt. Dabei wurden 1000 Östereicherinnen und Österreicher befragt nach ihren Einstellungen und Einschätzungen dieser Finanzierungsart.

    Grundsätzlich sanden die Befragten dieser Alternativ-Finanzierungsform positiv gegenüber. Ein Viertel würde sogar mehr als 1.000 Euro in solche Projekte investieren.

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Mit über 20 Jahren Branchenerfahrung führt Franz Schmid seine Steuerkanzlei in Jenbach, Tirol. Seine Klienten vertrauen dabei zum einen auf sein umfassendes Branchenwissen und zum anderen auf die intensive, persönliche Betreuung.